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Interessierte Selbstgefährdung

Kurze Inhaltsbeschreibung

Interessierte Selbstgefährdung

Bei dieser Videoaufzeichnung handelt es sich um eine künstlerische Performance durch Joachim Berger. Es wird eine moderne Übersetzung des Musters „Den Ast absägen, auf dem man sitzt.“ dargestellt.

Die Premiere der Performance wurde am 6. November 2019 innerhalb der Eröffnungsveranstaltung zum „Tag der Sicherheitsbeauftragten“ der A+A 2019 durchgeführt. Produziert wurde die Aufführung durch die Institut Input GmbH. Moderation und Interpretation leistete Reinhard R. Lenz.

Die Videoaufzeichnung kann im Rahmen von Veranstaltungen eingesetzt werden und dazu dienen, um im Nachgang zu diskutieren, inwiefern ähnliche Begebenheiten im betrieblichen Alltag erlebt werden. Anschließend kann die Frage gestellt werden, wer, warum oder wann jemand eingreift, um ein solches Vorgehen zu verhindern.

Eine Aufführung der Live-Performance durch Joachim Berger stellt eine gute Ergänzung für Präsenz-Veranstaltungen dar, beispielsweise im Rahmen von Preisverleihungen.

Botschaft

Menschen gehen in den Zirkus und holen den Trapez-Akrobaten, der gerade den vierfachen Salto vorführt, nicht aus der Zirkuskuppel. Das Publikum staunt und applaudiert. Warum greift im Betrieb selten jemand ein, wenn eine Kollegin oder ein Kollege risikoreich arbeitet?

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung zum „Tag der Sicherheitsbeauftragten“ der A+A 2019 hatten sich ca. 300 Sicherheitsbeauftragte im Kongressaal eingefunden. Hunderte Menschen, die vermutlich über ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein verfügen. Und doch hat niemand bei der Performance von Joachim Berger interveniert.

Warum das Eingreifen im betrieblichen Alltag genauso schwierig ist, beruht im Wesentlichen auf 3 Gründe.

  1. Jede Person empfindet bei insgesamt 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern lediglich 1/300 der Verantwortung (Verantwortungsdiffusion). Das individuelle Empfinden von Verantwortlichkeit ist geschwächt.
  2. Situationen sind nicht immer eindeutig. Da 299 andere Besucherinnen und Besucher nicht reagieren, scheint der eigene Eindruck einer hohen Gefahr falsch zu sein. Das Zögern aller führt zu der möglichen Einschätzung, dass die Situation ungefährlich ist (pluralistische Ignoranz).
  3. Eingreifen kann auf unterschiedlichste Art und Weise geschehen. Es besteht aber schnell eine Unsicherheit, ob die Art des eigenen Eingreifens von allen anderen mitgetragen wird (Bewertungsangst).

Ist eine einzelne Person allein unterwegs und beobachtet eine Gefährdung, greift sie eher ein, als wenn sie Teil einer größeren Gruppe ist. In einer größeren Gruppe braucht es hingegen eine Person, welche die Erstarrung auflöst und die Initiative ergreift.

Ein Trick besteht darin, kleine Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Setzen sich die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bewegung, können die Aufgaben schwieriger werden. Viele warten darauf und freuen sich darüber, wenn jemand kommt und ihnen sagt, was sie tun sollen.

Url

https://www.institut-input.de/selbstgefaehrdung.html

Kategorie

Fokus Betrieb

Zielgruppe

Führungskräfte und Mitarbeiter

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Reinhard R. Lenz
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